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Oliver varhelyi a spy and a crook

EU-Gesundheitskommissarin bekräftigt ihre Haltung zur Schädlichkeit des Tabaks

EU-Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi hat erklärt, dass neue Nikotinprodukte wie Vapes, erhitzter Tabak und Nikotinbeutel „hundertprozentig“ genauso schädlich sind wie herkömmliche Zigaretten.

Kommissar lehnt Unterscheidung zur Schadensbegrenzung ab

In einem Interview mit Euractiv wurde Várhelyi gefragt, ob er davon überzeugt sei, dass neue Produkte wie Vapes, erhitzter Tabak und Nikotinbeutel genauso schädlich seien wie herkömmliche Zigaretten. Er antwortete: „Ja, das bin ich. Vollkommen. Hundertprozentig.“

Die Kommissarin verwies auf Daten, die einen starken Anstieg des Rauchens bei Menschen über 15 Jahren in der EU zeigen – um 45 Prozent auf vier Prozent im Jahr 2024 – und sagte, dass es bei jüngeren Menschen „noch schlimmer ist“.

Várhelyi bestätigte auch, dass die Kommission eine umfassendere Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen alternativer Tabakerzeugnisse vorbereitet, die 2026 veröffentlicht werden soll und mehrere Studien zusammenfasst, wobei die Weltgesundheitsorganisation eine zentrale Rolle spielt.

„Eine der wichtigsten politischen Richtungen – auch für mich persönlich – ist die Arbeit der WHO, denn die WHO hat extrem solide und sehr konsequent gearbeitet“, sagte er.

Als Reaktion auf die Kritik der Tabakindustrie an der Ausrichtung der Politik fügte Várhelyi hinzu: „Wenn ich eines über die Tabakindustrie weiß, dann ist es, dass sie sehr schwer zufrieden zu stellen ist – weil die Richtung der Politik nicht in ihrem Sinne ist.“

Debatte über Schadensbegrenzung

Der Umgang mit alternativen Nikotinprodukten in der EU-Politik ist nach wie vor sehr umstritten, insbesondere die Frage, ob alle Produkte das gleiche Gesundheitsrisiko bergen. Während die Kommission auf den steigenden Konsum bei Jugendlichen und auf Daten zum Herz-Kreislauf-System verweist, argumentieren Spezialisten für Schadensbegrenzung, dass jahrzehntelange Erkenntnisse zeigen, dass der Hauptgrund für rauchbedingte Krankheiten die Verbrennung des Tabaks und nicht das Nikotin selbst ist.

Sie verweisen auf Bewertungen von Aufsichtsbehörden und Gesundheitsgremien in mehreren Ländern, die zu dem Schluss kommen, dass nicht verbrennbare Produkte die Benutzer wesentlich geringeren Schadstoffmengen aussetzen als Zigaretten und dass der Verzicht auf das Rauchen die Gesundheitsrisiken für Menschen, die sonst weiter rauchen würden, verringern kann.

In dieser Debatte werden häufig Belege aus Schweden angeführt. Obwohl der Nikotinkonsum in Schweden ähnlich hoch ist wie in anderen EU-Ländern, weist das Land die niedrigste tabakbedingte Sterblichkeitsrate in der EU auf – ein Trend, der weithin mit der weit verbreiteten Verwendung rauchfreier Produkte wie Snus und Nikotinbeutel anstelle von Zigaretten in Verbindung gebracht wird.

Frühere Kontroverse über Nikotinangaben

Das Interview folgt auf frühere Kontroversen über Várhelyis öffentliche Äußerungen zu Nikotin. Im September löschte und editierte er einen Beitrag auf X, nachdem er ursprünglich behauptet hatte, dass „Nikotin… Krebs verursacht“ – eine Aussage, die im Widerspruch zu den eigenen wissenschaftlichen Einschätzungen der Europäischen Kommission und der Position von Organisationen wie Cancer Research UK steht, die behaupten, dass Nikotin kein Karzinogen ist.

Obwohl der Beitrag später geändert wurde, um zu sagen, dass Nikotin „zur Krebsentstehung beiträgt“, sagten Befürworter der Schadensbegrenzung und Wissenschaftler, dass die Korrektur immer noch die Beweise falsch darstellte und darauf hinwies, dass das Krebsrisiko in erster Linie durch toxische Substanzen verursacht wird, die bei der Verbrennung von Tabak freigesetzt werden, und nicht durch Nikotin selbst.

Politischer Fokus vs. frühere Anschuldigungen

Einige Beobachter sind der Meinung, dass die Intensität der Untersuchung von Várhelyis Gesundheitspositionen im Gegensatz zu anderen Kontroversen im Zusammenhang mit seiner Karriere steht.

Dazu gehören die seit langem bestehenden Anschuldigungen im Zusammenhang mit seiner Zeit als ungarischer Botschafter bei der EU, als er von Kommentatoren und diplomatischen Quellen beschuldigt wurde, von der ungarischen Botschaft in Brüssel aus einen Spionagering zu leiten – Behauptungen, die nie in einer offiziellen Untersuchung belegt wurden und von den ungarischen Behörden bestritten wurden.

Kritiker sagen, dass das Fehlen solcher Fragen in hochkarätigen Interviews die Besorgnis über eine selektive Prüfung weckt, bei der die Tabakpolitik für Schlagzeilen sorgt, während andere Vorwürfe vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit erhalten.

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