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vaping confusion

6 Wege, wie Botschaften zur öffentlichen Gesundheit ihr Ziel verfehlen

Die öffentliche Gesundheitskommunikation zum Thema Nikotin ist voller gemischter Botschaften. Von der Verwischung wichtiger wissenschaftlicher Unterscheidungen bis hin zur Herausgabe von Leitlinien, die sehr unterschiedliche Produkte als austauschbar behandeln, riskieren mehrere hochkarätige Kampagnen, genau die Menschen zu verwirren, die sie informieren sollen.

Hier sind sechs Beispiele für Botschaften, die ihr Ziel verfehlen – und warum Klarheit wichtig ist.

1. Behandlung von „Nikotin“ und „Rauchen“ als ein und dieselbe Sache

Einige auf Jugendliche ausgerichtete Kampagnen stellen Nikotinkonsum und Rauchen weiterhin austauschbar dar. So warnt die Seite „Health Effects of Vaping“ der U.S. Centers for Disease Control and Prevention, dass „keine Tabakprodukte, einschließlich E-Zigaretten, sicher sind“ und erklärt, dass das Aerosol von Vapes „schädliche und potenziell schädliche Substanzen enthalten kann“.

Während Nikotin süchtig macht, geht die Gefahr des Rauchens in erster Linie vom Einatmen des Rauches aus, der beim Verbrennen des Tabaks entsteht. Botschaften, die sehr unterschiedliche Produkte als gleichwertig behandeln, laufen immer noch Gefahr, weit verbreitete Missverständnisse unter jungen Menschen und Erwachsenen, die versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören, zu verstärken.

2. Übertriebene Vereinfachung von Umweltwarnungen

Mehrere britische Stadtverwaltungen haben in letzter Zeit auf die Umweltschäden von Einwegzigaretten hingewiesen – oft ohne zu berücksichtigen, dass Zigarettenstummel nach wie vor eine der häufigsten Formen von Plastikmüll weltweit sind.

In ganz Großbritannien haben Gemeinden und Ministerien Warnungen über die Umweltauswirkungen von Einwegdampfern herausgegeben. Diese Botschaften konzentrieren sich oft auf die Batterien, Kunststoffe und Brandrisiken, die mit Einweggeräten verbunden sind – und das sind berechtigte Bedenken.

Aber viele dieser Kampagnen schenken dem weitaus größeren Umweltproblem des Zigarettenmülls – immer noch eine der häufigsten Formen des Plastikmülls in der Welt – wenig oder gar keine Aufmerksamkeit. Durch die isolierte Hervorhebung von Zigarettenabfällen besteht die Gefahr, dass die Öffentlichkeit ein verzerrtes Gefühl für die Größenordnung bekommt.

3. Ignorieren der Verwendung durch Erwachsene bei der Diskussion über Aromen

Die Botschaften, die aromatisierte Vapes mit der Attraktivität für Jugendliche in Verbindung bringen, dominieren nach wie vor, wobei die Millionen von Erwachsenen, die beim Umstieg vom Rauchen tabakfreie Aromen bevorzugen, kaum erwähnt werden.

Ressourcen wie der Bericht „Flavored tobacco use among youth and young adults“ der Truth Initiative konzentrieren sich fast ausschließlich auf die Attraktivität für Jugendliche. Dabei wird eine wichtige Tatsache außer Acht gelassen: Erwachsene Dampfer wählen überwiegend Aromen, die nichts mit Tabak zu tun haben. Wenn dies nicht erwähnt wird, kann dies das öffentliche Verständnis dafür untergraben, warum Aromen für Erwachsene, die mit dem Rauchen aufhören wollen, wichtig sind.

4. Ratschläge wie „Rauchen oder Dampfen in geschlossenen Räumen vermeiden“ ohne Kontext

Eine Reihe von Gesundheitsbehörden bringen Rauchen und Dampfen in ihren Leitlinien für die Nutzung von Innenräumen weiterhin zusammen. Der Leitfaden des NHS Tayside für die öffentliche Gesundheit rät, nicht „in Gebäuden“ oder anderen Innenräumen zu dampfen – ein Ansatz, der die typischen Rauchbeschränkungen widerspiegelt und die Vorstellung verstärkt, dass die beiden Verhaltensweisen ähnliche Risiken bergen.

Auch wenn sich Organisationen aus praktischen Gründen für einheitliche Richtlinien entscheiden können, verschleiert eine Botschaft, die die Verhaltensweisen als gleichwertig behandelt, den Unterschied zwischen dem Einatmen von Verbrennungsrauch und dem Einatmen von Aerosolen mit weitaus geringerer Toxizität. Dies könnte den Eindruck erwecken, dass die Risiken vergleichbar sind.

5. Darstellung der Ungewissheit über Langzeitdampfen als erwiesenen Schaden

In einigen Botschaften zur öffentlichen Gesundheit wird die Unsicherheit in Bezug auf langfristiges Dampfen so dargestellt, als ob es sich um eine erwiesene Schädigung handelt. Das australische Gesundheitsministerium zum Beispiel erklärt: „Die langfristigen Auswirkungen des Dampfens sind noch nicht bekannt, aber was wir im Moment wissen, ist nicht gut“ und warnt weiter: „Es gibt kein sicheres Dampfen, selbst gelegentliches Dampfen kann Ihrer Gesundheit schaden.“

Die Kombination aus zugegebener Unsicherheit und kategorischen Aussagen kann in der Öffentlichkeit den Eindruck erwecken, dass unbekannte Risiken bereits bewiesen sind.

Unsicherheiten zu kommunizieren ist wichtig – aber Spekulationen als erwiesenen Schaden darzustellen, verzerrt die Beweislage und birgt die Gefahr, dass erwachsene Raucher davon abgehalten werden, auf weniger schädliche Alternativen umzusteigen.

6. Ermutigung junger Menschen, sich durch harmloses Verhalten „belästigt“ zu fühlen

Kampagnen in den USA, die sich an Jugendliche richten, veranlassen diese immer wieder, ihr Unbehagen über die Verwendung von Nikotinprodukten in der Öffentlichkeit zu äußern, selbst wenn diese Produkte keine Gefahr für Umstehende darstellen.

Die FACT-Bewegung in Wisconsin, die von der American Lung Association geleitet und vom staatlichen Gesundheitsministerium finanziert wird, fragt Jugendliche: „Was stört Sie daran, diese Produkte zu sehen?“

Dadurch besteht die Gefahr, dass junge Menschen lernen, sich gegen Verhaltensweisen zu wehren, die keine direkten Auswirkungen auf sie haben, und dass sich die Botschaft von einer evidenzbasierten Beratung zu einer sozialen Missbilligung verlagert.

Warum Messaging wichtig ist

Klare, präzise Kommunikation ist im Bereich der öffentlichen Gesundheit unerlässlich. Wenn Botschaften den Kontext auslassen, das Risiko überbewerten oder sehr unterschiedliche Produkte in einen Topf werfen, führt das nicht zu einer besseren Aufklärung, sondern zu größerer Verwirrung.

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