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Nic pouch guy in bus stop

Die britische Regierung hält Nikotinbeutel für sicherer als Rauchen

Die britische Regierung hat formell anerkannt, dass Nikotinbeutel sicherer sind als Rauchen und eine Rolle bei der Schadensbegrenzung für erwachsene Raucher spielen können.

Gleichzeitig warnten die Minister davor, dass der hohe Nikotingehalt insbesondere bei jungen Menschen die Gefahr einer Abhängigkeit birgt, und sagten, dass die künftige Regulierung ein Gleichgewicht zwischen dem Zugang für Erwachsene und dem Jugendschutz herstellen muss.

In einem Briefwechsel mit Aktivisten stimmten Beamte aus dem Büro des Gesundheitsministers zu, dass Nikotinbeutel ein geringeres Gesundheitsrisiko darstellen als Zigaretten und so reguliert werden sollten, dass erwachsene Nutzer nicht wieder zum Rauchen gezwungen werden.

Die Stellungnahme ist eine der bisher klarsten Aussagen der Regierung, die Beutel als eine eindeutige, risikoärmere Alternative zu brennbarem Tabak anerkennt und ausdrücklich davor warnt, dass schlecht gestaltete Vorschriften die Ziele zur Reduzierung des Rauchens untergraben könnten.

Regierung setzt auf Schadensbegrenzung

Der Austausch folgte auf die Lobbyarbeit der 20isPlenty-Kampagne, die eine Obergrenze für die Nikotinstärke von 20 mg auf Beuteln fordert, neben strengen Altersgrenzen und einer angemessenen Regulierung. Zu der Koalition hinter der Kampagne gehören We Vape, Considerate Pouchers, ecigclick, Planet of the Vapes und die Snus and Nicotine Pouch Users Alliance.

Die Minister haben sich zwar nicht für eine bestimmte Höchstmenge ausgesprochen, aber sie haben sich dem zentralen Argument der Schadensbegrenzung angeschlossen. In dem Brief schrieb ein Korrespondent des Ministeriums für Gesundheit und Soziales: „Wie Sie zu Recht betonen, sind Nikotinbeutel wahrscheinlich mit geringeren Gesundheitsrisiken verbunden als das Rauchen, da bei ihnen die bei der Verbrennung von Tabak entstehenden Schadstoffe wie Teer und Kohlenmonoxid nicht eingeatmet werden.“

Die Regierung beruft sich auf die Ergebnisse des Committee on Toxicity, das die Nikotinbeutel geprüft hat und zu dem Schluss kam, dass sie bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Risiken für Raucher verringern können, was ihre potenzielle Rolle als Instrument zur Schadensbegrenzung bestätigt. Beamte fügten hinzu, dass die öffentliche Gesundheitspolitik „evidenzbasiert und verhältnismäßig“ sein muss, um einen Maßstab für zukünftige Beschränkungen zu setzen.

Eigene Kategorie nach neuem Gesetz

Im Rahmen des bevorstehenden Gesetzes über Tabak und Vaping werden Nikotinprodukte, einschließlich Beutel, als eine separate regulatorische Kategorie anerkannt, die sich sowohl von Tabak- als auch von Vaping-Produkten unterscheidet, was maßgeschneiderte Regeln anstelle von pauschalen Kontrollen ermöglicht.

Die Regierung sagte, sie werde den Umfang und die Auswirkungen jeglicher Beschränkungen „sorgfältig prüfen“, „um unbeabsichtigte Folgen für die Raucherquote bei Erwachsenen zu vermeiden“, und räumte ein, dass eine ungeschickte Regulierung die Menschen eher zurück zur Zigarette treiben könnte, als den Umstieg zu fördern.

Der Brief bestätigte auch, dass alle neuen Vorschriften zu Aromen, Inhaltsstoffen, Verpackungen und Auslagen Gegenstand einer Konsultation sein werden, die es den Interessengruppen ermöglicht, für Maßnahmen zu plädieren, die junge Menschen schützen und gleichzeitig den Zugang für Erwachsene erhalten. Beamte sagten, dass das Ministerium mit Handelsverbänden und dem Einzelhandel zusammenarbeitet, um sicherzustellen, dass die Vorschriften die tatsächliche Verwendung und die Marktbedingungen widerspiegeln.

Bedenken wegen des Konsums von Jugendlichen und des Nikotingehalts

Das Ministerium befürwortet nicht nur die Schadensbegrenzung für Erwachsene, sondern warnt auch davor, dass „Nikotinbeutel aufgrund ihres hohen Nikotingehalts, ihrer schnellen Absorption und ihrer Möglichkeit, aromatisiert zu werden, zu einer Nikotinabhängigkeit führen können“. Es betonte, dass junge Menschen anfälliger für die Auswirkungen von Nikotin sind und „diese Produkte niemals verwenden sollten“.

Der Verkauf von Nikotinbeuteln an unter 18-Jährige wird im Rahmen der Tobacco and Vapes Bill (Gesetzentwurf über Tabak und Vapes) illegal gemacht, der im November im Oberhaus seine Ausschussphase abgeschlossen hat und voraussichtlich Anfang 2026 zur Berichtsphase und dritten Lesung zurückkehren wird.

Weitere Forschung im Gange

Die Regierung bestätigte, dass sie über das National Institute for Health and Care Research weitere Forschungsarbeiten in Auftrag gegeben hat, darunter eine „Living Evidence Map“, in der internationale Erkenntnisse über Gesundheitsschäden, Trends beim Konsum und neue Daten zur Raucherentwöhnung zusammengetragen werden.

Die Beamten sagten, dass die Ergebnisse dazu beitragen werden, dass die zukünftige Regulierung von Nikotinbeuteln im Einklang mit den Erkenntnissen steht und das übergeordnete Ziel der Regierung, die Raucherquote zu senken, unterstützt.

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