Eine neue landesweite Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Erwachsenen in Großbritannien nicht in der Lage ist, legale von illegalen Produkten zu unterscheiden. Die Ergebnisse geben Anlass zur Sorge über die Sicherheit der Verbraucher und einen eskalierenden Schwarzmarkt nach dem Verbot von Einwegdampfern im Juli 2025.
Die von der Nikotinbeutelmarke übbs durchgeführte Studie befragte 1.000 Erwachsene in britischen Großstädten und ergab, dass 68 Prozent der Befragten ein illegales Vape nicht identifizieren konnten.
Trotz monatelanger Warnungen von Gesundheitsorganisationen, Handelsnormen und Branchenverbänden zeigen die Ergebnisse, dass die Verbraucher nach wie vor schlecht gerüstet sind, um sich auf einem Markt zurechtzufinden, der zunehmend mit unregulierten Produkten überschwemmt wird.
Die meisten Verbraucher vermissen wichtige Warnhinweise
Laut der Umfrage vermissen 88 Prozent der Erwachsenen einen der wichtigsten Indikatoren für die Legalität – einen Warnhinweis, der 30 Prozent der Vorder- und Rückseite der Verpackung einnimmt. Den Teilnehmern wurden Bilder von Vape-Produkten gezeigt und sie wurden gefragt, welche den britischen Vorschriften entsprechen. In der Praxis antworteten nur 32 Prozent richtig.
Junge Erwachsene schneiden am schlechtesten ab
Die Ergebnisse zeigen, dass der Bekanntheitsgrad unter jungen Erwachsenen besonders niedrig ist. Nur 16 Prozent der 18- bis 24-Jährigen waren in der Lage, ein illegales Gerät zu erkennen, verglichen mit einem britischen Durchschnitt von 32 Prozent.
Auf regionaler Ebene schnitt Nordirland am besten ab, während die Ergebnisse der einzelnen Städte stark variierten. Sheffield erreichte mit 64 Prozent das Doppelte des nationalen Durchschnitts, während Norwich mit 19 Prozent den niedrigsten Wert verzeichnete.
Selbstvertrauen entspricht nicht den Fähigkeiten
Ein weiteres auffälliges Ergebnis war die Diskrepanz zwischen gefühlter Sicherheit und tatsächlicher Leistung. Obwohl etwas mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) glaubte, ein illegales Vape erkennen zu können, zeigte nur ein Drittel dieses Wissen, als es getestet wurde.
Steve McGeough, Geschäftsführer der übbs, sagte, die Daten sollten dringend zum Handeln veranlassen. „Diese Untersuchung zeigt eine kritische Wissenslücke auf, die die Verbraucher in Gefahr bringt“, sagte er. „Fast 7 von 10 Menschen sind nicht in der Lage, illegale Vapes zu erkennen, und es besteht ein dringender Bedarf an besserer Verbraucheraufklärung.“
Illegales Marktrisiko steigt nach Verbot
Illegale Vapes können unbekannte oder verunreinigte Inhaltsstoffe, Nikotinkonzentrationen über dem gesetzlichen Grenzwert von 20mg/ml, übergroße Tanks von mehr als 2ml und Batterien enthalten, die nicht den grundlegenden Sicherheitsstandards entsprechen.
Einige enthalten Substanzen, die vollständig verboten sind. Seit der Einführung des Verbots von Einwegdampfern am 1. Juli haben die Vollzugsbehörden wiederholt davor gewarnt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass gefährliche Produkte über illegale Kanäle in Umlauf kommen, gestiegen ist.
Befürworter der Schadensbegrenzung argumentieren, dass das Verbot diesen Trend ungewollt beschleunigt hat. Da legale Einwegprodukte vom Markt verschwunden sind, hat sich die Nachfrage zu informellen Verkäufern und Online-Marktplätzen verlagert, wo es nur eine begrenzte Kontrolle gibt. Die Ergebnisse der Umfrage verstärken die Befürchtung, dass die Verbraucher nicht in der Lage sind, ein gesetzeskonformes Produkt von einem möglicherweise unsicheren zu unterscheiden.
Wichtige Anzeichen, auf die Verbraucher achten sollten
Die Studie hebt mehrere Indikatoren hervor, die darauf hindeuten, dass ein Produkt illegal sein könnte. Dazu gehören unzureichende Gesundheitswarnungen, Etiketten, die weniger als 30 Prozent der Verpackung bedecken, Tanks mit einer Größe von mehr als 2 ml, Nikotinstärken von mehr als 20 mg/ml, fehlende Listen der Inhaltsstoffe und Einwegprodukte, die inzwischen vom legalen Verkauf ausgeschlossen sind.
Die Teams der Handelsnormen beschlagnahmen weiterhin jede Woche Tausende von Produkten, die nicht den Vorschriften entsprechen, aber die Durchsetzungskapazitäten sind weiterhin überlastet. Da der illegale Markt wächst, wird das Verständnis der Verbraucher immer wichtiger.
Die Umfrage deutet darauf hin, dass ohne klarere Richtlinien und konsequentere Informationskampagnen für die Öffentlichkeit viele Dampfer anfällig für unsichere Produkte bleiben werden, die die Regulierung völlig umgehen.
