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Französische Parlamentarier fordern neues Verbot von Nikotinbeuteln im Haushaltsstreit

Frankreichs geplantes Verbot von Nikotinbeuteln ab dem nächsten Frühjahr könnte in Gefahr sein, nachdem in der Nationalversammlung eine Reihe von Änderungsanträgen eingebracht wurden, die darauf abzielen, die Maßnahme abzuschwächen oder zu ersetzen.

Das Verbot, das im März 2026 in Kraft treten soll, ist Teil des Haushaltsentwurfs 2026 der Regierung (Projet de loi de finances 2026). Die Maßnahme, die im September in Form eines Dekrets veröffentlicht wurde, würde die Herstellung, die Einfuhr, den Verkauf, den Besitz und die Verwendung aller oralen Nikotinprodukte, die nicht als Arzneimittel zugelassen sind, verbieten.

Nach dem französischen Gesundheitsgesetzbuch drohen denjenigen, die beim Besitz oder Konsum solcher Produkte erwischt werden, bis zu fünf Jahre Gefängnis und Geldstrafen von bis zu 375.000 Euro. Diese Strafen sind härter als die für den persönlichen Gebrauch von Betäubungsmitteln wie Kokain oder Heroin, die mit einer Höchststrafe von einem Jahr und einer Geldstrafe von 3.750 Euro belegt werden. Die Durchsetzung des Gesetzes würde den Zollbeamten, den Verbraucherschutzbehörden und der Polizei obliegen.

Aber das vorgeschlagene Verbot hat erheblichen Widerstand ausgelöst – nicht nur von Verbrauchern und Befürwortern der Schadensbegrenzung, sondern jetzt auch im Parlament selbst.

Gesetzgeber fordern Verbot

Mehrere Abgeordnete haben Änderungsanträge eingereicht, die den Plan der Regierung unterlaufen würden, indem sie ein totales Verbot durch ein regulatorisches und steuerbasiertes Modell ersetzen. Der bemerkenswerteste, der Änderungsantrag I-CF935, wurde von Ludovic Mendès und Philippe Gosselin eingereicht.

Anstatt Konsumenten und Einzelhändler zu kriminalisieren, würden die Beutel legal bleiben, aber reguliert und mit einer Verbrauchssteuer belegt werden – 22 € pro Kilogramm ab März 2026, steigend auf 44 € im Jahr 2027 und 66 € im Jahr 2028.

Der Text definiert Nikotinbeutel als „Produkte, die in Portionsbeuteln angeboten werden und Nikotin, aber keinen Tabak enthalten“ und argumentiert, dass eine Regulierung eine sicherere und realistischere Alternative zum Verbot darstellt.

Obwohl der Änderungsantrag derzeit als „non soutenu“ (noch nicht unterstützt oder angenommen) geführt wird, stellt er den ersten organisierten parlamentarischen Versuch dar, die harte Linie der Regierung zu mildern. Sein Erscheinen deutet auch darauf hin, dass das vorgeschlagene Verbot – das nach Ansicht von Kritikern gegen die EU-Regeln zur Freizügigkeit verstößt und die Verbraucher kriminalisieren könnte – nicht mehr garantiert unverändert verabschiedet wird.

Vape-Steuer abgelehnt

Die Debatte über orales Nikotin findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem die Abgeordneten das Dampfen bereits vor neuen steuerlichen Maßnahmen geschützt haben. Am 22. Oktober lehnte der Finanzausschuss der Nationalversammlung eine vorgeschlagene Steuer auf Dampfliquids ab, so dass die französische Dampfersteuer bis 2026 bei Null bleibt.

Diese Entscheidung wurde als Sieg für die Befürworter der Schadensbegrenzung gewertet, die argumentieren, dass die Erschwinglichkeit der Schlüssel dazu ist, dass Raucher auf sicherere Alternativen umsteigen.

Wie geht es weiter?

Die Haushaltsdebatte wird am 13. November fortgesetzt. Die feierliche Abstimmung über den ersten Teil des Gesetzes ist für den 17. November um 15:00 Uhr geplant.

Jede Änderung des Verbots von Nikotinbeuteln oder der Bestimmungen zum Vaping muss bei dieser Abstimmung oder später bei den Verhandlungen im Senat bestätigt werden, bevor sie im Dezember endgültig verabschiedet wird.

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