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Yummy nicotine

Schweden bringt seinen Fall „Raucherentwöhnung“ ins britische Parlament

Die schwedische Bilanz bei der Reduzierung des Rauchens wurde den britischen Gesetzgebern vorgelegt. Aktivisten und Experten forderten das Parlament auf, den Beweisen zu folgen, die zeigen, dass Schadensbegrenzung die Raucherquote senkt, während Verbote illegale Märkte anheizen und den Fortschritt verlangsamen.

Auf einer von Quit Like Sweden organisierten Veranstaltung in Westminster stützten sich die Redner auf Daten aus Großbritannien, Schweden und anderen Ländern, um zu argumentieren, dass der Zugang zu sichereren Nikotin-Alternativen nach wie vor eine der wirksamsten Möglichkeiten ist, um durch das Rauchen bedingte Krankheiten und Todesfälle zu reduzieren.

Das Treffen fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Regierungen in ganz Europa die Beschränkungen für Nikotinprodukte verschärfen. Das britische Parlament debattiert die Tobacco and Vapes Bill zu einer Zeit, in der Zigaretten die Hauptursache für vermeidbare Todesfälle bleiben.

Schwedens Bilanz der Schadensbegrenzung

Quit Like Sweden wurde gegründet, um den schwedischen Ansatz der Schadensbegrenzung hervorzuheben, der dem Zugang zu risikoärmeren Alternativen wie Snus, Nikotinbeuteln und Vaping den Vorrang einräumt.

Schweden hat mit etwas mehr als fünf Prozent die niedrigste Raucherprävalenz der Welt erreicht. Gleichzeitig liegen die Raten für rauchbedingte Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vorzeitige Todesfälle deutlich unter dem EU-Durchschnitt.

Die schwedischen Erfahrungen zeigen, dass die öffentliche Gesundheit schneller profitiert, wenn Rauchern praktische, risikoärmere Optionen angeboten werden, anstatt sie zu zwingen, ganz mit dem Rauchen aufzuhören.

Beweise im Parlament debattiert

Die Parlamentssitzung war nicht einseitig, sondern wie eine formale Debatte aufgebaut. Der Experte für Schadensbegrenzung beim Tabakkonsum, Clive Bates, schlüpfte bewusst in die Rolle des Skeptikers und legte die Argumente dar, die typischerweise von Politikern vorgebracht werden, die sich für ein Verbot einsetzen.

Die Organisatoren sagten, dieser Ansatz stärke eine evidenzbasierte Politik und stehe im Gegensatz zu internationalen Tabakkontrollforen, bei denen Verbrauchergruppen und abweichende Wissenschaftler häufig von den Diskussionen ausgeschlossen sind.

Der frühere Vorsitzende der New Nicotine Alliance, Martin Cullip, warnte davor, dass die globalen Prozesse zur Kontrolle des Tabakkonsums zunehmend von realen Daten abgekoppelt werden, obwohl die Schadensbegrenzung im Tabakvertrag der Weltgesundheitsorganisation ausdrücklich anerkannt ist.

Was Rauchern hilft, mit dem Rauchen aufzuhören

Neben der politischen Philosophie konzentrierten sich die Redner darauf, was Rauchern hilft, mit dem Rauchen aufzuhören. Der Pharmakologe Bernhard Mayer sagte, dass der Zugang zu einer Reihe von Nikotinstärken wichtig ist, um einen Rückfall zu verhindern, insbesondere bei langjährigen oder stark abhängigen Rauchern.

Der Suchtexperte Dr. Garrett McGovern wies darauf hin, dass der Genuss eine entscheidende Rolle spielt, wobei die Geschmacksrichtungen und die Zufriedenheit mit dem Produkt oft den Unterschied zwischen einem teilweisen Umstieg und dem vollständigen Aufhören mit der Zigarette ausmachen. Regelmäßiger Konsum allein, sagte er, sollte nicht mit schädlicher Sucht verwechselt werden.

Steuern, Regulierung und unbeabsichtigte Folgen

Auch die Wirtschaftspolitik spielte eine wichtige Rolle. Der kanadische Experte für Rechts- und Gesundheitspolitik David Sweanor sagte, dass der Erfolg Schwedens dadurch beschleunigt wurde, dass Zigaretten deutlich teurer waren als sicherere Alternativen wie Snus.

Eine einheitliche Besteuerung aller Nikotinprodukte sei nur dann sinnvoll, wenn das Ziel darin bestehe, den Nikotinkonsum zu unterbinden, und nicht darin, Tod und Krankheit zu reduzieren.

Ähnliche Bedenken prägen nun die Debatte in Großbritannien. Die UK Vaping Industry Association hat dem Ministerium für Gesundheit und Soziales Beweismaterial vorgelegt, in dem sie darauf hinweist, dass die Regulierung im Rahmen der Tobacco and Vapes Bill die Rolle des Vaping als Mittel zur Raucherentwöhnung erhalten muss.

Der Verband hat auch davor gewarnt, dass sich die Strafverfolgung eher auf illegale Händler als auf gesetzeskonforme Unternehmen konzentrieren sollte, da illegale Produkte den Markt zunehmend verzerren.

Marktdaten und Geschmacksdebatte

Es wurden Marktdaten angeführt, um die Risiken unbeabsichtigter Folgen zu unterstreichen. Eine Analyse von Vape Club zeigt, dass nach dem Verbot von Einwegdampfern im Jahr 2025 erwachsene Nutzer schnell auf wiederbefüllbare Geräte umgestiegen sind, wodurch der Abfall von Einwegbatterien um schätzungsweise 70 Prozent reduziert wurde.

Uneinheitliche Verkaufspraktiken und steigende Kosten untergraben jedoch diese Erfolge, während Daten zeigen, dass Aromen nach wie vor eine zentrale Rolle bei der Raucherentwöhnung spielen.

Die überwiegende Mehrheit der Erwachsenen, die erfolgreich auf Zigaretten umsteigen, greifen zu tabakfreien Aromen, wobei Dual-User besonders darauf angewiesen sind, um den Übergang vom Rauchen zu vollziehen.

Mit Blick auf die Zukunft warnten die Redner, dass die vorgeschlagenen neuen Zölle auf das Dampfen den Preisunterschied zwischen dem Rauchen und den sichereren Alternativen verringern könnten, was insbesondere Rauchern mit geringem Einkommen schaden und den illegalen Handel beschleunigen würde.

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