Nach der heute im Herbstbudget bestätigten Steuererhöhung werden die Ausgaben für das Dampfen im nächsten Jahr erheblich steigen.
Schatzkanzlerin Rachel Reeves nutzte ihre Erklärung, um zu bekräftigen, dass ab Oktober 2025 eine neue Verbrauchssteuer auf E-Liquids in Kraft treten wird. Dies ist die größte Umgestaltung der Besteuerung des Dampfens, seit diese in Großbritannien auf den Markt gekommen sind.
Nach Schätzungen von vapeshop.co.uk wird der Preis für eine Standardflasche mit 10 ml E-Liquid von etwa 3,99 £ auf 6,44 £ steigen, sobald die neue Steuer eingeführt wird. Größere Flaschen werden sogar noch stärker betroffen sein: eine typische 50ml Shortfill-Flasche, die derzeit im Einzelhandel etwa £11,99 kostet, wird voraussichtlich auf £25,20 steigen.
Die Steuererhöhung wurde erstmals im Frühjahrshaushalt 2024 angekündigt, aber Reeves‘ Bestätigung beendet die monatelange Unsicherheit für Einzelhändler und Verbraucher. Das Finanzministerium hat auch bestätigt, dass alle in Großbritannien verkauften Vaping-Produkte mit einer Steuermarke versehen werden müssen – ähnlich wie Tabak – um die Lieferkette zu straffen und illegale Verkäufe zu reduzieren.
Teil eines umfassenderen Vorgehens gegen Nikotin
Die Vaping-Steuer ist Teil der breiteren Strategie der Regierung, die Einnahmen zu erhöhen und die Nikotinabhängigkeit zu verringern. Zusätzlich zur Tabaksteuer kündigte Reeves weitere Erhöhungen der Zigarettensteuer an: Die Tabaksteuer wird um die RPI-Inflation (3,66 Prozent) plus weitere zwei Prozent steigen, wodurch der Durchschnittspreis für eine 20er-Packung von 16,78 £ auf 17,74 £ steigt.
Die Maßnahmen wurden ergriffen, nachdem die Labour-Partei Anfang des Jahres den Verkauf von Einwegdampflampen verboten hatte, weil sie sich Sorgen über die Akzeptanz bei Jugendlichen und die Umweltverschwendung machte. Da Einwegprodukte vom legalen Markt verschwunden sind, sind nachfüllbare Geräte nun das Hauptziel des neuen regulatorischen und steuerlichen Drucks.
Warum die Steuern für das Dampfen steigen
Die Regierung argumentiert, dass die neue Abgabe dazu dienen soll, die steuerliche Behandlung von Nikotinprodukten auszugleichen, das Dampfen stärker an das Rauchen anzugleichen und Einnahmen zur Unterstützung öffentlicher Dienstleistungen zu generieren. Das Finanzministerium hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Nikotinprodukte – egal ob geraucht oder gedampft – nicht außerhalb des umfassenderen britischen Steuerrahmens für „Gesundheitsschäden“ bleiben können.
Die Experten für öffentliche Gesundheit sind jedoch geteilter Meinung. Befürworter der Schadensminimierung warnen davor, dass steile Preiserhöhungen die Gefahr bergen, dass Raucher zu den weitaus schädlicheren Zigaretten zurückkehren oder auf den unregulierten Schwarzmarkt abwandern, wo die Produktsicherheit nicht garantiert werden kann.
Auswirkungen auf Verbraucher und die Industrie
Für alltägliche Dampfer, insbesondere für diejenigen, die aus Gesundheits- oder Kostengründen von der Zigarette umgestiegen sind, wird der finanzielle Schlag spürbar sein. Ein regelmäßiger Dampfer, der alle zwei bis drei Tage eine 10-ml-Flasche benutzt, muss mit jährlichen Kosten von über 400 £ rechnen.
Spezialisierte Vape-Shops warnen auch davor, dass die Preiserhöhungen kleinere Einzelhändler unter Druck setzen und die Fortschritte bei der Raucherentwöhnung untergraben könnten. Im Vereinigten Königreich gibt es derzeit etwa 4,5 Millionen Vaper – die meisten von ihnen sind Ex-Raucher.
