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Deutschland verbietet Menthol-Zigaretten in einer umfassenden Aktion gegen „kühlende“ Zusatzstoffe

Deutschland bereitet sich darauf vor, Menthol und eine lange Liste von „kühlenden“ Zusatzstoffen, die in E-Zigaretten verwendet werden, zu verbieten. Dies könnte eine der härtesten Maßnahmen gegen Verdampferaromen in Europa werden.

Ein Verordnungsentwurf des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat sieht vor, Menthol, Sucralose und mehr als ein Dutzend synthetische Kühlmittel aus E-Liquids zu verbannen. Die Begründung: Sie machen das Dampfen „attraktiver“, leichter zu inhalieren und potenziell suchterzeugender – insbesondere für junge Menschen.

Die regierungseigenen Risikobewerter des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sagen, dass diese Substanzen Kälterezeptoren in Mund und Rachen aktivieren, Reizungen dämpfen und Husten unterdrücken. Das, so argumentieren sie, könnte es den Konsumenten ermöglichen, tiefer zu inhalieren und mehr Nikotin aufzunehmen.

Allein auf dieser Grundlage – auch wenn keine direkten Beweise vorliegen – beruft sich das Ministerium auf das „Vorsorgeprinzip“, um ein völliges Verbot zu rechtfertigen.

Kritiker werden anmerken, dass Menthol seit Jahrzehnten in Medikamenten und Konsumgütern verwendet wird, einschließlich Inhalatoren gegen Erkältungen. Der Entwurf selbst räumt ein, dass es keine eindeutigen Beweise für eine erhöhte Nikotinaufnahme durch Mentholzigaretten gibt. Dennoch sagen die Beamten, dass der „wahrgenommene kühlende Nutzen“ ausreicht, um ein Verbot zu rechtfertigen.

Das Verbot würde sowohl für E-Zigaretten als auch für Nachfüllbehälter gelten und die Hersteller zwingen, ihre Produkte neu zu formulieren oder sie ganz vom deutschen Markt zu nehmen. Das Ministerium schätzt die einmaligen Kosten für die Einhaltung des Verbots auf 46.000 € für die gesamte Branche – eine Zahl, die wahrscheinlich umstritten ist.

Die Verordnung verschärft auch die Verwaltungsvorschriften, einschließlich strengerer sprachlicher Anforderungen an die Verpackung und neuer Befugnisse für die Behörden, Produktproben während der Zulassungsverfahren zu verlangen.

Im Falle ihrer Annahme würden die Vorschriften sechs Monate nach ihrer Veröffentlichung in Kraft treten.

Der Schritt Deutschlands erhöht den Druck auf andere EU-Länder, die bereits darüber debattieren, ob „sensorische Effekte“ – nicht nur Aromen – ausreichen sollten, um Verbote zu rechtfertigen. Für Verbraucher, die vom Rauchen auf Mentholzigaretten umgestiegen sind, ist die Botschaft klar: Passen Sie sich an, oder verzichten Sie.

Ob dies den Schaden verringert – oder einfach beliebte Alternativen zu Zigaretten beseitigt – bleibt eine offene Frage.

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