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Belgien beschlagnahmt 140.000 illegale Einweg-Vapes nach Verkaufsverbot

Belgien hat seit Anfang 2025 mehr als 140.000 Einweg-Vapes beschlagnahmt, nachdem am 1. Januar ein landesweites Verkaufsverbot für diese Geräte in Kraft getreten ist.

Der belgische Föderale Gesundheitsdienst teilte mit, dass er in diesem Jahr bisher 140.019 Einwegdampfer beschlagnahmt hat, da die Inspektoren ihre Kontrollen in Einzelhandelsgeschäften und bei Online-Verkäufern verstärken. Das Verbot gilt für den Verkauf von Einwegverdampfern, unabhängig vom Nikotingehalt.

Verstärkte Durchsetzung nach Verbot im Januar

Laut der Nachrichtenagentur Belga haben die Inspektoren seit Inkrafttreten des Verbots eine „erhebliche Menge“ illegaler Produkte vom Markt genommen.

Seit Januar wurden fast 600 offizielle Anzeigen erstattet und 18 Geschäfte wurden vorübergehend geschlossen. Die Behörden haben fast 2.400 Inspektionen in Tages- und Nachtläden, Kiosken, Tankstellen, Supermärkten und Online-Shops durchgeführt. Dabei wurden in 680 Fällen illegale Einwegdrogen gefunden.

Nach belgischem Recht können Bußgelder für den Verkauf von Einwegdrogen bis zu 120.000 € betragen, obwohl die Inspektoren sagten, dass die Strafen in der Praxis normalerweise zwischen 800 und 1.000 € liegen. Auch die vorübergehende Schließung von Geschäften wird als Sanktion eingesetzt.

Regionale Unterschiede bei der Einhaltung der Vorschriften

Die Durchsetzungsdaten zeigen erhebliche regionale Unterschiede. Brüssel verzeichnete die höchste Rate an Verstößen. Bei fast 60 Prozent der Inspektionen wurden illegale Einwegdampfer gefunden.

In Flandern wurde in etwa einem von fünf kontrollierten Geschäften der illegale Verkauf von Einweggeräten festgestellt, was zu mehreren Schließungen in der Region führte. Die Behörden haben noch keine vergleichbaren Zahlen für Wallonien veröffentlicht.

Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Herausforderung bei der Durchsetzung des Verbots, insbesondere in städtischen Gebieten und an Orten mit hoher Einzelhandelsdichte.

Teil eines breiteren Vorgehens gegen das Dampfen

Das Verbot von Einwegdampfern ist ein Element einer umfassenderen Änderung der belgischen Politik zum Dampfen. Das Land hat auch bestätigt, dass das Rauchen und Dampfen auf Restaurant- und Caféterrassen und in ausgewiesenen Raucherräumen ab dem 1. Januar 2027 verboten sein wird, nachdem die Maßnahme um ein Jahr verschoben wurde, um den Unternehmen mehr Zeit zur Anpassung zu geben.

Die Bundesregierung bereitet außerdem ein Gesetz vor, das alle Aromen außer Tabak verbietet, nachdem der Oberste Gesundheitsrat seine Empfehlungen aktualisiert hat.

Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke hat argumentiert, dass strengere Kontrollen notwendig sind, um das Dampfen von Jugendlichen zu bekämpfen. In einer Rede auf dem POLITICO Health Care Summit beschuldigte er die Dampferbranche, bewusst auf Minderjährige abzuzielen, und nannte sie eine „kriminelle Industrie“. Er sagte, dass Aromen entwickelt wurden, um „Kinder anzulocken und den Schaden“ der Dampferprodukte zu verbergen.

Belgische Beamte verweisen häufig auf die Niederlande, die im Jahr 2024 eine Politik der reinen Tabakaromen eingeführt haben, als Modell für die Verringerung des Tabakkonsums bei Jugendlichen, obwohl keine detaillierten Ergebnisdaten veröffentlicht wurden.

Bedenken über unbeabsichtigte Folgen

Die Durchsetzung des Verbots erfolgt in einer Zeit, in der zunehmend hinterfragt wird, wie das Verbot von Vape-Geräten in der Praxis funktioniert. Anfang dieses Jahres stellte eine Untersuchung von VRT Pano fest, dass das belgische Verbot von Einwegdampfern Teile des Marktes in den Untergrund gedrängt hat, wobei unregulierte Geräte eher THC-Liquids oder synthetische Cannabinoide enthalten.

Trotz des Verbots wurde festgestellt, dass Einweg-Vapes in Sekundarschulen weit verbreitet sind, was Fragen über die Durchsetzungskapazität und die Produktsicherheit in einem illegalen Markt aufwirft.

Auch Einzelhändler haben vor den Auswirkungen gewarnt. Perstablo, ein Verband von Presse-, Tabak- und Glücksspielgeschäften, bezeichnete das vorgeschlagene Aromenverbot als „absurde Maßnahme mit katastrophalen Folgen“. Es bestehe die Gefahr, dass die Verbraucher von regulierten Produkten weg und zu illegalen Anbietern getrieben würden.

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