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Nikotinbeutel überholen Snus in Skandinavien, Studie zeigt

Nikotinbeutel haben in Schweden und Norwegen den traditionellen Snus überholt. Dies geht aus einer neuen Analyse von Online-Verkaufsdaten hervor, die mehr als sieben Jahre umfassen.

Die Studie, die als Preprint in JMIR Public Health and Surveillance veröffentlicht wurde, untersuchte mehr als 19 Millionen E-Commerce-Bestellungen zwischen 2018 und 2025.

Die Forscher stellten fest, dass „Nikotinbeutel den traditionellen Snus in beiden Ländern beim Marktanteil überholt haben, was das Potenzial von Nikotinbeuteln als Instrument zur Schadensbegrenzung unterstreicht.“

Marktverschiebung bis 2025

Die Verkaufsdaten zeigen einen stetigen Anstieg des Gebrauchs von Nikotinbeuteln in beiden Ländern und einen entsprechenden Rückgang bei Snus.

Bis zum Jahr 2025 werden NPs den Snus in beiden Ländern beim Marktanteil übertreffen“, so die Autoren.

In Schweden stieg der Marktanteil von Nikotinbeuteln von fünf Prozent im Jahr 2018 auf 55 Prozent im Jahr 2025, während Snus von 95 Prozent auf 45 Prozent fiel. In Norwegen stieg der Umsatz mit Beuteln im gleichen Zeitraum von 22 Prozent auf 56 Prozent, während der Anteil von Snus von 78 Prozent auf 44 Prozent zurückging.

Die Analyse basiert auf Einkäufen von sieben großen E-Commerce-Plattformen, die mehr als 1,7 Millionen Kunden umfassen.

Gender-Trends

Die Studie untersuchte auch die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Verbrauchern.

Die Forscher stellten fest, dass „der weibliche Crossover im Jahr 2022 stattfand“, was bedeutet, dass Frauen von diesem Zeitpunkt an mehr Nikotinbeutel als Snus kauften. Männer kauften insgesamt immer noch mehr Snus, aber die Lücke wurde immer kleiner.

Ausgerichtet auf die Schadensbegrenzung beim Tabakkonsum

In ihrer Diskussion sagten die Autoren, dass die Ergebnisse auf eine breitere Veränderung des Nikotinkonsums in Skandinavien hindeuten.

„Die Daten von mehr als 19 Millionen E-Commerce-Bestellungen zeigen, dass NPs 2025 in Schweden und Norwegen den Snus beim Marktanteil überholt haben, was ein erster Hinweis auf eine Marktverdrängung in beiden Ländern ist“, schreiben sie.

Sie fügten hinzu, dass der Trend „im Einklang mit der Schadensbegrenzung beim Tabakkonsum“ stehe und betonten gleichzeitig die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung und Regulierung.

Das Papier verweist auch auf frühere Untersuchungen, die zeigen, dass Nikotinbeutel weniger schädliche Substanzen enthalten als herkömmliche rauchlose Tabakprodukte.

Internationaler Kontext

Die Forscher verglichen die aktuellen Trends mit früheren Veränderungen der Rauchgewohnheiten in Schweden und Norwegen, wo viele Konsumenten in den vergangenen Jahrzehnten von Zigaretten auf Snus umgestiegen sind.

Sie verwiesen auch auf regulatorische Entscheidungen in den Vereinigten Staaten. In der Studie wird darauf hingewiesen, dass die U.S. Food and Drug Administration bestimmte Snusprodukte mit der Behauptung zugelassen hat, dass: „Wenn Sie General Snus anstelle von Zigaretten rauchen, haben Sie ein geringeres Risiko für Mundkrebs, Herzkrankheiten, Lungenkrebs, Schlaganfall, Emphysem und chronische Bronchitis.“

Den Autoren zufolge enthalten Nikotinbeutel sogar noch weniger Giftstoffe als Snus und liegen damit am unteren Ende des Risikospektrums für nicht-medikamentöse Nikotinprodukte.

Einschränkungen der Studie

Die Forscher räumten ein, dass sich ihre Analyse auf die Daten einer einzigen E-Commerce-Gruppe stützt. Sie sagten jedoch, dass diese Plattformen in beiden Ländern einen großen Anteil des Marktes ausmachen und möglicherweise aktuellere Erkenntnisse liefern als nationale Umfragen.

Sie betonten auch, dass Nikotin weiterhin süchtig macht und „nicht von gefährdeten Bevölkerungsgruppen wie Jugendlichen, schwangeren Frauen und Personen mit bestimmten Gesundheitszuständen konsumiert werden sollte.“

Weitere Forschung

Die Autoren forderten weitere Untersuchungen darüber, wie die Konsumenten zwischen Zigaretten, Snus, Nikotinbeuteln und dem Aufhören insgesamt wechseln, sowie über die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen dieser Wechsel.

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