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Britische Regierung berät über Ausweitung der rauchfreien Zonen in England

Die britische Regierung wird heute (Freitag) im Rahmen ihres 10-Jahres-Gesundheitsplans eine 12-wöchige öffentliche Konsultation zu Vorschlägen zur Ausweitung der rauchfreien Gesetzgebung in England starten.

Die Konsultation läuft vom 13. Februar bis zum 8. Mai und wird dazu beitragen, die Regelungen im Rahmen des Gesetzes über Tabak und Vapes zu gestalten, das dem Parlament derzeit vorliegt.

Die Konsultation bezieht sich speziell auf England, wo die Vorschriften für rauchfreie Zonen in die Zuständigkeit der britischen Regierung fallen. Die Tobacco and Vapes Bill selbst sieht Befugnisse vor, die in ganz Großbritannien genutzt werden können, auch von den dezentralen Verwaltungen.

Die Minister beschreiben die Maßnahmen als gezielte Schritte zum Schutz von Kindern und medizinisch gefährdeten Personen vor Passivrauch und Emissionen aus erhitzten Tabak- und Verdampferprodukten.

Was vorgeschlagen wird

Bei der Konsultation geht es um die Frage, ob Kinderspielplätze und Außenbereiche von Bildungseinrichtungen rauchfrei, rauchfrei durch Erhitzen und rauchfrei durch Verdampfen sein sollten.

Die Außenbereiche von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sollen rauchfrei und frei von erhitztem Tabak werden. Nach den Vorschlägen, die zur Konsultation vorgelegt werden, wäre das Außengelände von Krankenhäusern nicht rauchfrei.

Die Regierung berät auch über die Ausweitung der bestehenden Gesetze für rauchfreie Innenräume, um erhitzten Tabak und Vaping abzudecken. Dies würde für Arbeitsplätze, öffentliche Verkehrsmittel und private Fahrzeuge gelten, in denen unter 18-Jährige befördert werden.

Gaststätten im Freien, einschließlich Gastgärten, sind ausdrücklich von den Vorschlägen ausgeschlossen. Größere Freiflächen wie Strände sowie Privathäuser und private Außenbereiche fallen nicht in den Geltungsbereich.

Ausnahmen werden für bestimmte stationäre Einrichtungen vorgeschlagen, darunter Pflegeheime, Hospize, psychiatrische Einrichtungen und Internatsschulen.

Begründung und Beweise

Die Regierung erklärt, dass es kein sicheres Maß für die Belastung durch Passivrauchen gibt und dass Kinder, schwangere Frauen und Menschen mit Grunderkrankungen besonders gefährdet sind.

Die Minister verweisen auch auf den starken Anstieg des Rauchens bei Jugendlichen in den letzten Jahren und sagen, dass es neue Erkenntnisse über Emissionen von erhitzten Tabakprodukten und Dampf aus zweiter Hand gibt.

Nach Angaben der Regierung ist das Rauchen nach wie vor die Hauptursache für vermeidbare Krankheiten und Todesfälle in England, mit geschätzten jährlichen Kosten von 21,3 Milliarden Pfund. Darin enthalten sind etwa 3 Milliarden Pfund für den NHS und die Sozialfürsorge.

In dem Konsultationsdokument wird eine starke öffentliche Unterstützung für rauchfreie Maßnahmen auf Spielplätzen, in Schulen und auf dem Gelände von Krankenhäusern angeführt.

Schadensbegrenzung

Das Factfile der Regierung, das der Konsultation beiliegt, erkennt an, dass Vaping-Produkte weniger schädlich sind als Rauchen und eine wirksame Hilfe für erwachsene Raucher sind, mit dem Rauchen aufzuhören.

Belege für die Exposition aus zweiter Hand weisen auf eine wesentlich geringere Nikotinbelastung im Vergleich zum Rauchen hin. Eine Studie des University College London (UCL) aus dem Jahr 2024, die in JAMA Network Open veröffentlicht wurde, ergab, dass Kinder, die in geschlossenen Räumen dem Dampfen ausgesetzt waren, 84 Prozent weniger Nikotin aufnahmen als Kinder, die in geschlossenen Räumen rauchten.

Die Forscher sagten, dass die Nikotinaufnahme durch Passivrauchen „viel geringer“ sei als durch Zigarettenrauch und dass die Belastung durch andere toxische Substanzen wahrscheinlich noch geringer sei, wenn auch nicht gleich Null.

Die Entscheidung, keine Regeln für das Nichtrauchen auf dem Krankenhausgelände vorzuschlagen, wird als Gleichgewicht zwischen dem Schutz gefährdeter Personen und der Unterstützung erwachsener Raucher, die versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören, dargestellt.

Die Antworten auf die Konsultation werden in die endgültigen Regelungen des Gesetzes über Tabak und Vapes einfließen. Das erklärte Ziel ist es, die Belastung durch Passivrauchen zu reduzieren und gleichzeitig Erwachsenen, die rauchen, den Zugang zu risikoärmeren Alternativen zu ermöglichen.

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