
Der Kapitän der Rajasthan Royals, Riyan Parag, wurde mit einer Geldstrafe in Höhe von 25 Prozent seiner Spielgebühr belegt, nachdem er während eines Spiels der Indian Premier League in der Umkleidekabine beim Rauchen gesehen wurde.
Der 24-Jährige wurde während des Spiels gegen die Punjab Kings am Dienstag beim Inhalieren aus einem Gerät im Fernsehen erwischt. Die Organisatoren des Turniers erklärten, der Vorfall verstoße gegen den Verhaltenskodex der IPL in Bezug auf „Verhalten, das das Spiel in Verruf bringt“.
Parag gab das Vergehen zu und akzeptierte die vom Schiedsrichter verhängte Strafe.
Weitere Maßnahmen werden erwogen
Das Board of Control for Cricket in India (BCCI) bestätigte, dass Parag ebenfalls einen Strafpunkt erhalten hat, deutete aber an, dass weitere Maßnahmen folgen könnten.
In einer Erklärung sagte die IPL: „Riyan hat das Vergehen zugegeben und die vom Schiedsrichter Amit Sharma verhängte Strafe akzeptiert.
„Die BCCI (Board of Control for Cricket in India) prüft auch andere Möglichkeiten, um strenge Maßnahmen gegen das fehlbare Team, seine Offiziellen und Spieler einzuleiten, um sicherzustellen, dass der Ruf der IPL intakt bleibt.“
Offizielle Stellen haben angedeutet, dass zusätzliche Disziplinarmaßnahmen nicht nur den Spieler, sondern auch die Franchise und das Teampersonal betreffen könnten.
Vaping-Verbot in Indien
Der Vorfall hat besondere Aufmerksamkeit erregt, weil die Verwendung von Vapes für den Nikotinkonsum in Indien nach einem Gesetz von 2019 illegal ist.

Das bedeutet, dass der Verstoß über die Turnierregeln hinausgeht und Fragen zur Einhaltung der nationalen Gesetzgebung sowie der eigenen Standards der IPL aufwirft.
Die Kontroverse hat auch die Debatte über das Verhalten von Spielern und die Erwartungen an hochkarätige Athleten, insbesondere an solche in Führungspositionen, neu entfacht.
Weitere Auswirkungen auf die IPL
Die BCCI hat den Vorfall als Reputationsproblem für den Wettbewerb bezeichnet und damit angedeutet, dass sie bei der Durchsetzung der Bestimmungen härter vorgehen könnte.
Parag, der Indien 10 Mal auf internationaler Ebene vertreten hat, bleibt eine Schlüsselfigur für die Rajasthan Royals, die derzeit den vierten Platz in der IPL-Tabelle belegen. Das nächste Spiel der Mannschaft ist am Freitag gegen die Delhi Capitals.
Im Kontext betrachtet
Während sich die Sanktion auf das Verhalten und die Legalität in Indien konzentriert, zeigt die Episode auch, dass das Dampfen in den verschiedenen Ländern weiterhin unterschiedlich behandelt wird.
In Großbritannien ist Vaping als Mittel zur Raucherentwöhnung für Erwachsene weit verbreitet, aber der Gebrauch durch unter 18-Jährige und in eingeschränkten Umgebungen bleibt streng kontrolliert.
Der IPL-Fall hingegen spiegelt ein Umfeld wider, in dem das Dampfen gänzlich verboten ist, was bedeutet, dass das Problem in erster Linie als rechtlicher und disziplinarischer Verstoß und nicht als Debatte über die öffentliche Gesundheit betrachtet wird.

