
- Zigarettenrauch enthält mehr als 7.000 Chemikalien, darunter mindestens 70 bekannte krebserregende Stoffe.
- Die in dem viralen Video zitierte Forschung besagt, dass die Nutzer beim Dampfen „95 Prozent weniger giftigen Chemikalien“ ausgesetzt sind als bei Zigaretten.
- Rauchen wird in den Vereinigten Staaten mit 480.000 Todesfällen pro Jahr und einem durchschnittlichen Verlust von 10 Lebensjahren in Verbindung gebracht.
- Ein Cochrane-Review aus dem Jahr 2025 hat „mit hoher Sicherheit“ bewiesen, dass das Dampfen wirksamer als Nikotinpflaster oder Kaugummis ist, um mit dem Rauchen aufzuhören.
Ein virales Video, in dem Rauchen und Dampfen miteinander verglichen werden, hat 55.000 Likes erhalten, nachdem die Frage gestellt wurde: „Was bringt Sie eigentlich schneller um?“
Der Clip mit dem Titel Cigarettes vs Vaping – Which one is actually killing you faster? beschreibt die „SCHOCKIERENDEN Unterschiede“ zwischen herkömmlichen Zigaretten und Vaping und zitiert Forschungsergebnisse von Organisationen wie der FDA, CDC, Public Health England, King’s College London und dem New England Journal of Medicine.
In dem Video heißt es, dass Zigarettenrauch „mehr als 7.000 Chemikalien“ und mehr als 70 bekannte Karzinogene enthält. Es hebt das Vorhandensein von Benzol, Formaldehyd und Arsen hervor sowie von Teer, der „die Lungen verstopft“, und von Kohlenmonoxid, das „Hämoglobin bindet und den Organen den Sauerstoff entzieht“.
Rauchen, so heißt es weiter, verursacht jährlich 480.000 Todesfälle in den USA, wobei Raucher im Durchschnitt 10 Jahre früher sterben. Der Bericht stellt einen Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Lungenkrebs, Herzerkrankungen, COPD und Schlaganfall her und beruft sich dabei auf Daten der CDC und der American Cancer Society.
Im Gegensatz dazu heißt es in dem Video, dass Dampfen „95 Prozent weniger giftige Chemikalien enthält als Zigaretten“, eine Zahl, die auf Untersuchungen von Public Health England und dem King’s College London zurückgeht. Es wird auch darauf hingewiesen, dass beim Dampfen keine Verbrennung stattfindet, was bedeutet, dass kein Teer oder Kohlenmonoxid entsteht.
Diese Behauptungen spiegeln die vom NHS unterstützte Forschung wider, die besagt, dass „kurz- und mittelfristig das Dampfen nur einen Bruchteil der Risiken des Rauchens birgt“. Andere Studien haben ergeben, dass Menschen, die komplett vom Rauchen auf das Dampfen umsteigen, ihre Belastung durch Giftstoffe, die mit Krebs, Lungenerkrankungen, Herzinfarkten und Schlaganfällen in Verbindung gebracht werden, drastisch reduzieren.
Das Video betont jedoch, dass Dampfen „nicht sicher ist – nur weniger gefährlich als Rauchen“. Es weist darauf hin, dass Dampflampen immer noch Nikotin enthalten, das den Blutdruck und das Herzinfarktrisiko erhöht, und dass sie Schwermetalle wie Nickel und Blei aus den Heizspiralen enthalten können.
Er verweist auch auf Formaldehyd und Acetaldehyd, die aus erhitztem Propylenglykol entstehen, sowie auf ultrafeine Partikel, die in die Lunge eindringen können. In regulierten britischen Produkten sind Formaldehyd und Diacetyl verboten, obwohl illegale Produkte verbotene Substanzen enthalten können.
Warnung vor doppelter Verwendung
Eine der stärksten Botschaften in dem Video richtet sich an Doppelkonsumenten – Menschen, die sowohl rauchen als auch dampfen.

Darin heißt es unter Berufung auf die American Chemical Society, die CDC und die American Heart Association: „Vollständiger Umstieg erforderlich – Doppelkonsum bringt keinen Nutzen“. Gesundheitsexperten sind sich weitgehend einig, dass die größte Schadensreduzierung erreicht wird, wenn Raucher vollständig auf das Rauchen umsteigen, anstatt weiterhin neben dem Dampfen zu rauchen.
Einige Studien haben jedoch ergeben, dass Raucher, die ihren Zigarettenkonsum durch einen teilweisen Umstieg auf das Dampfen reduzieren, weniger Schadstoffen ausgesetzt sind als diejenigen, die weiterhin ausschließlich rauchen. Dies deutet darauf hin, dass der doppelte Konsum im Vergleich zum ausschließlichen Rauchen immer noch ein geringeres Risiko darstellt, auch wenn er nicht den vollen Nutzen eines vollständigen Umstiegs bietet.
Das Video unterstreicht auch, dass Nichtraucher nicht mit dem Dampfen beginnen sollten, was die offizielle Position der CDC widerspiegelt.
Nachweis der Entwöhnung
Der Clip hebt die Ergebnisse des Cochrane-Reviews aus dem Jahr 2025 hervor, der „mit hoher Sicherheit“ belegt, dass das Dampfen wirksamer ist als Nikotinersatztherapien wie Pflaster oder Kaugummi, um Rauchern beim Aufhören zu helfen.
In den letzten Jahren ist das Dampfen bei einigen Gruppen in Großbritannien verbreiteter geworden als das Rauchen, wie aus Daten des Office for National Statistics hervorgeht. Der Anstieg wird sowohl auf die Zugänglichkeit als auch auf die Suche der Raucher nach Alternativen zurückgeführt.
Die virale Debatte findet in einer Zeit statt, in der die Regulierungsbehörden in mehreren Ländern, darunter Großbritannien und Deutschland, die Aromen und das Produktdesign von Dampfern zunehmend unter die Lupe nehmen. Die Gesundheitsbehörden betonen immer wieder, dass das Dampfen zwar nicht risikofrei, aber wesentlich weniger schädlich als das Rauchen ist.
Das Video endet mit der Aussage „Die EINZIGE wirklich sichere Wahl“, die sich auf den vollständigen Verzicht sowohl auf das Rauchen als auch auf das Dampfen bezieht.
Die Gesamtschlussfolgerung spiegelt den aktuellen Konsens der öffentlichen Gesundheit wider, dass Rauchen weitaus höhere Risiken birgt, während das Dampfen geringere, aber nicht zu vernachlässigende Schäden verursacht. Für Raucher, die vollständig auf das Rauchen umsteigen, sinkt die Belastung durch giftige Chemikalien drastisch. Für Nichtraucher birgt der Einstieg in eine der beiden Gewohnheiten vermeidbare Risiken.

