Von Gefängnisstrafen bis hin zu verfassungsrechtlichen Verboten gehen Regierungen auf der ganzen Welt immer härter gegen das Dampfen vor.
Während einige Länder Vapes als risikoärmere Alternative zum Rauchen regulieren, haben sich andere für ein vollständiges Verbot entschieden – mit Strafen, die von hohen Geldstrafen über Gefängnisaufenthalte bis hin zu körperlicher Züchtigung in Extremfällen reichen.
Auf der Grundlage der neuesten Restriktionen und des Nanny State Index 2025 finden Sie hier die Länder mit dem härtesten Vorgehen gegen Vaping und sicherere Nikotinprodukte.
Mexiko: Verfassungsverbot und Gefängnisrisiko
Mexiko ist eines der bekanntesten Beispiele für ein umfassendes Durchgreifen. Eine neue Verfassungsänderung verbietet das Verdampfen vollständig. Damit reiht sich das Land in eine wachsende Liste von Ländern ein, die Verdampfer als illegale Produkte und nicht als regulierte Alternativen zum Rauchen behandeln.
Berichten zufolge drohen denjenigen, die beim Kauf, Verkauf oder Import von Geräten erwischt werden, Haftstrafen von bis zu acht Jahren. Der Schritt folgt der Sorge über Schwarzmarktaktivitäten und angebliche Verbindungen zwischen illegalem Handel und organisiertem Verbrechen.
Rauchen ist nach wie vor legal, wenn auch in öffentlichen Räumen stark eingeschränkt – aber ein Produkt, das weithin als risikoärmere Alternative verwendet wird, ist nun auf höchster gesetzlicher Ebene verboten.
Singapur: Null Toleranz, harte Strafen
Singapur hat Vapes seit 2018 verboten. In den letzten Jahren wurde die Durchsetzung verschärft.
Zu den Strafen gehören hohe Geldstrafen und mögliche Gefängnisstrafen. In den schwersten Fällen kann die Strafe bis zur Auspeitschung reichen. Der Stadtstaat gilt weithin als eines der härtesten Anti-Dampfer-Regime der Welt.
Thailand: bis zu 10 Jahre Freiheitsentzug
Thailand ist ein weiteres Land, das für seine strenge Strafverfolgung bekannt ist. Der Besitz eines Vape-Geräts kann mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren geahndet werden.
Die Behörden haben wiederholt davor gewarnt, dass Unwissenheit über das Gesetz keine Rechtfertigung ist, und die Durchsetzung des Gesetzes ist Berichten zufolge besonders streng.
Indien: landesweites Verbot
Indien verbietet 2019 die Herstellung, den Verkauf und den Gebrauch von Vapes. Das Gesetz kriminalisiert eine breite Palette von Aktivitäten im Zusammenhang mit Vaping-Produkten und reiht sich damit in eine wachsende Gruppe von Ländern ein, die Verbote über Schadensbegrenzung stellen.
Brasilien und Nicaragua: ausdrückliche Kriminalisierung
Brasilien hat Vaping-Produkte ausdrücklich kriminalisiert und ein umfassendes Verbot des Verkaufs und der Vermarktung aufrechterhalten.
Nicaragua hat vor kurzem sein Verbot, einschließlich des Konsums, bekräftigt. Diese Maßnahmen spiegeln einen breiteren Trend in Teilen Lateinamerikas wider, wo sich mehrere Länder für ein Verbot statt für eine Regulierung entschieden haben.
Argentinien und Uruguay verbieten ebenfalls den Verkauf, obwohl die Durchsetzung und die Besitzregeln in einer rechtlichen Grauzone liegen können.
Hongkong: Besitzverbot kommt
Hongkong verbietet bereits die Einfuhr und den Verkauf von Vapes. Ein weiteres Verbot für das Mitführen von Vapes soll Ende April in Kraft treten, was bedeutet, dass der Besitz selbst bald strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte.
Diese Eskalation signalisiert eine Verlagerung von der Regulierung des Angebots zur gezielten Ansprache einzelner Nutzer.
Australien: Verschreibungspflichtiges Modell
Australien hat einen anderen, aber immer noch sehr restriktiven Ansatz gewählt. Vapes für den Freizeitgebrauch sind verboten und nikotinhaltige Geräte können nur mit einem Rezept in einer Apotheke erworben werden.
Personen, die Vapes importieren, ohne die Rezeptpflicht zu erfüllen, müssen mit hohen Geldstrafen rechnen.
Staatliche Kontrolle und Durchsetzung
Christopher Snowdon, Leiter der Abteilung für Lebensstilökonomie am Institute of Economic Affairs und Herausgeber des Nanny State Index, argumentiert, dass internationaler Druck eine Rolle bei der globalen Verschiebung hin zu strengeren Regeln gespielt hat.
„Die Kampagne der Weltgesundheitsorganisation gegen das Dampfen war einflussreich, besonders in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen“, sagte er.
„Verbote von Dampfen und Aromen sowie Steuern auf Dampfen nehmen seit Jahren stetig zu, und es ist wichtig, dass Reisende wissen, was die Regeln sind.
Er verwies auch auf Länder mit staatlicher Tabakindustrie wie Thailand und Vietnam, in denen die Regierungen möglicherweise konkurrierende fiskalische Interessen neben den Zielen der öffentlichen Gesundheit verfolgen.
Europa: legal, aber strenger
In den meisten Teilen Europas sind direkte Verbote nach wie vor selten – aber die Beschränkungen werden strenger.
Litauen zum Beispiel erlaubt das Dampfen, verbietet aber alle E-Liquid-Geschmacksrichtungen außer Tabak. Spanien erlaubt das Dampfen, verhängt aber Geldstrafen für das Dampfen in bestimmten öffentlichen Bereichen. In Italien ist das Dampfen legal – in der Vatikanstadt ist es jedoch verboten.
Laut dem Nanny State Index 2025 steht die Türkei an der Spitze der Länder, die ihren Lebensstil am stärksten einschränken, gefolgt von Litauen und Finnland. Der Index misst die Regulierung von Alkohol und Lebensmitteln sowie von Rauchen und sicherem Nikotin und spiegelt damit eine breitere Bereitschaft zur Intervention wider.
Eine globale Verschiebung
Nur eine Minderheit der Länder verhängt Gefängnisstrafen oder körperliche Züchtigung. Aber die allgemeine Tendenz geht in Richtung mehr Verbote, mehr Geschmacksbeschränkungen und strengere Durchsetzung.
Die Kluft zwischen den Ländern, die das Dampfen als Mittel zur Schadensbegrenzung betrachten, und den Ländern, die es als Straftat behandeln, wird immer größer – und die politischen Unterschiede sind immer schwerer zu ignorieren.

