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Irland drängt darauf, den Verkauf von Dampflampen nach australischem Vorbild zu prüfen

In Irland wurden erneut Forderungen laut, den Verkauf von Dampflampen an Apotheken zu beschränken, nachdem ein regionales Gesundheitsforum die Health Service Executive (HSE) gebeten hatte, zu prüfen, ob ein Modell nach australischem Vorbild helfen könnte, das Dampfen von Jugendlichen einzudämmen.

Ein Schritt, der auch Fragen über unbeabsichtigte Folgen für erwachsene Raucher aufgeworfen hat.

Bei einer Sitzung des HSE South-West Regional Health Forum unterstützten Abgeordnete mehrerer Parteien einen Antrag von Peter Horgan, der eine Untersuchung der möglichen Vor- und Nachteile einer Beschränkung des Verkaufs von Vape-Geräten auf Apotheken fordert.

Der Vorschlag kommt in einer Zeit, in der die Besorgnis über den Konsum unter Jugendlichen wächst. Schätzungen gehen davon aus, dass inzwischen jeder fünfte 15-16-Jährige kifft.

Sorgen der Jugend treiben die Politik an

Die Debatte spiegelt das wachsende Unbehagen über die Sichtbarkeit und Attraktivität von Vaping-Produkten bei jungen Menschen wider, insbesondere über bunte Geräte und süße Geschmacksrichtungen.

„Die Präsentation, die wir vor einigen Monaten zum Thema Dampfen erhalten haben, spukt mir wahrscheinlich jede zweite Nacht im Kopf herum, wenn ich sehe, wie sich die Dampferzeugnisse in der Gesellschaft verbreiten“, sagte Horgan.

Er fügte hinzu, dass Irland zwar Schritte wie das Verbot von Einwegdampfern unternommen hat, aber weitere Maßnahmen erforderlich sein könnten: „Das Verbot von Einwegdampfern ist sehr beeindruckend… aber das Pferd ist durchgegangen, also müssen wir radikale Maßnahmen ergreifen.“

Andere Ratsmitglieder schlossen sich diesen Bedenken an. Stadträtin Margaret McDonnell sagte: „Es muss in Schulen, Kneipen, an allen öffentlichen Orten verboten werden, weil es bei Teenagern, Kindern und Erwachsenen völlig außer Kontrolle geraten ist, die Verfügbarkeit ist einfach zu groß.“

Sie fügte hinzu: „Ursprünglich wurden sie eingeführt, um den Menschen zu helfen, von den Zigaretten wegzukommen, und jetzt sind sie schlimmer als jede Zigarette, weil sie verfügbar sind und an öffentlichen Orten erlaubt sind.“

Australisches Modell bringt Kompromisse mit sich

Der Antrag fordert die HSE insbesondere auf, den Ansatz in Australien zu studieren, das im Juli 2024 den Verkauf von Vaping-Produkten – einschließlich nikotinfreier Produkte – auf Apotheken beschränkt hat.

Die Befürworter des irischen Vorschlags verwiesen auf die Behauptung, dass der strengere Zugang und die höheren Preise in Australien die Erschwinglichkeit für junge Menschen verringert haben könnten, trotz der anhaltenden Sorgen über den illegalen Handel.

Horgan erkannte diese Herausforderungen an, argumentierte aber, dass sie möglicherweise unbeabsichtigte Auswirkungen hatten: „In Australien gibt es nach dem Verbot Bedenken wegen des illegalen Handels, aber was auf dem illegalen Schwarzmarkt passiert ist, hat dazu geführt, dass der Preis für diese Produkte in die Höhe getrieben wurde, so dass junge Leute sie sich nicht mehr leisten können.“

Er fügte hinzu: „Was ich wissen möchte, ist, ob wir die positiven und negativen Auswirkungen eines Verbots von Vaping-Produkten untersuchen können, wenn wir sie nur in Apotheken anbieten.“

Das australische Modell steht jedoch vor erheblichen praktischen Herausforderungen. Berichte deuten auf eine begrenzte legale Versorgung durch Apotheken und einen großen illegalen Markt hin, auf dem Millionen von illegalen Vaping-Produkten beschlagnahmt wurden – was Bedenken darüber aufkommen lässt, ob strenge Beschränkungen die Gefahr bergen, dass Verbraucher, auch Erwachsene, zu unregulierten Quellen drängen.

Fragen zur Schadensbegrenzung im Fokus

Während sich die Diskussion auf dem Forum stark auf die Akzeptanz bei Jugendlichen konzentrierte, wurden Vaping-Produkte ursprünglich als Alternative für erwachsene Raucher eingeführt.

Die Einschränkung des Zugangs zu apothekenexklusiven Einrichtungen könnte daher weitreichendere Folgen haben, insbesondere wenn dadurch die Produkte schwerer zu bekommen oder weniger attraktiv für diejenigen sind, die versuchen, das Rauchen aufzugeben.

Horgan selbst wies darauf hin, wie wichtig es ist, diese Kompromisse zu verstehen, und forderte die Erforschung sowohl der „positiven als auch der negativen Auswirkungen“ eines solchen Modells.

Antwort der HSE und nächste Schritte

HSE-Vertreter betonten, dass auf nationaler Ebene bereits Anstrengungen unternommen werden, um das Dampfen von Jugendlichen durch Aufklärungs- und Präventionskampagnen anzugehen.

„Es ist wichtig zu betonen, dass die HSE auf nationaler Ebene sehr aktiv auf die steigende Zahl von Jugendlichen reagiert hat, die rauchen“, sagte Priscilla Lynch, IHA-Managerin für Cork South and West.

Sie sagte, dass die derzeitige Arbeit „sehr stark auf Peer-to-Peer-Botschaften basiert“ und von der Forschung über die Einstellungen und Verhaltensweisen junger Menschen geprägt ist.

Lynch hob auch die Ende 2025 gestartete Kampagne „Take a Breath“ hervor, die Eltern, Schulen und Jugendliche über die Risiken des Dampfens informiert.

Das Forum einigte sich schließlich darauf, eine nationale HSE-Finanzierung für eine Machbarkeitsstudie über den Verkauf in Apotheken anzustreben, die als Grundlage für zukünftige politische Diskussionen dienen soll.

Horgan sagte, die Forschung könne die Argumente für weitere Maßnahmen stärken: „Wenn wir durch die nationale HSE-Finanzierung den Antrag für die Durchführung der Forschung erhalten können, wäre es für uns als Forum wichtig, in großer Zahl zu den politischen Entscheidungsträgern zu gehen, wenn wir diese Forschung haben, und uns dafür einzusetzen.“

Der Antrag wurde mit einstimmiger Unterstützung angenommen.

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