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Italien verhängt gegen Philip Morris eine Geldstrafe in Höhe von 7 Millionen Euro, da die Entscheidung zur Rauchfreiheit im Widerspruch zu den Erkenntnissen der FDA über sichereres Nikotin steht

  • Die italienische Wettbewerbsbehörde hat gegen Philip Morris Italia wegen der Vermarktung von Produkten ohne Verbrennung eine Geldbuße in Höhe von 7 Millionen Euro verhängt.
  • Das Urteil richtet sich gegen Werbeaussagen wie „rauchfrei“, „rauchfreie Produkte“ und „Aufbau/Planung/Beschleunigung einer rauchfreien Zukunft“.
  • Die Behörde erklärte, dass die aktuellen wissenschaftlichen und klinischen Erkenntnisse die Behauptungen, die Produkte seien harmlos oder weniger schädlich, nicht stützen.
  • Diese Erkenntnis steht im Widerspruch zur öffentlichen Position der FDA, wonach nicht verbrannte Produkte im Allgemeinen ein geringeres Risiko darstellen als Zigaretten.

Die italienische Wettbewerbsbehörde hat gegen Philip Morris Italia eine Geldbuße in Höhe von 7 Millionen Euro verhängt, nachdem sie zu dem Schluss gekommen war, dass die „rauchfreie“ Werbung der Firma die Verbraucher hinsichtlich der Gesundheitsrisiken von Tabak- und Nikotinprodukten ohne Verbrennung irregeführt habe.

Die Entscheidung ist von großer Bedeutung, da sie über eine bloße Warnung hinausgeht, dass die Produkte nicht risikofrei sind. Die Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato erklärte, die vorliegenden Beweise stützten nicht die Annahme, dass diese Produkte harmlos oder weniger schädlich seien als andere Tabakprodukte, einschließlich Zigaretten.

In ihrer Entscheidung erklärte die Behörde, die Angaben könnten „Verbraucher – auch Minderjährige – zu der irrtümlichen Annahme verleiten, es handele sich um Produkte, die keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen haben und/oder weniger schädlich sind als andere Tabakerzeugnisse, insbesondere herkömmliche Zigaretten.“

Diese Schlussfolgerung steht im Widerspruch zur Ausrichtung der US-amerikanischen Food and Drug Administration ( FDA ), die die mit Tabak verbundenen Risiken weiterhin als Spektrum beschreibt. Nach Angaben der FDA sind verbrennbare Produkte wie Zigaretten am schädlichsten, während nicht verbrennbare Produkte, darunter E-Zigaretten, rauchloser Tabak und erhitzter Tabak, im Allgemeinen geringere Gesundheitsrisiken bergen als Zigaretten.

Was die italienische Regulierungsbehörde festgestellt hat

Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Verwendung von Aussagen wie „rauchfrei“, „rauchfreie Produkte“ und „Aufbau/Planung/Beschleunigung einer rauchfreien Zukunft“ durch Philip Morris Italia im Rahmen einer umfassenderen Marketingstrategie für verbrennungsfreie Tabakprodukte.

Nach Angaben der Behörde haben diese Behauptungen Verbraucher, darunter auch Minderjährige, in die Irre geführt und ihnen den Eindruck vermittelt, die Produkte seien gesundheitlich unbedenklich oder weniger schädlich als andere Tabakprodukte, insbesondere herkömmliche Zigaretten.

Zu den von der Entscheidung betroffenen Produkten gehörten Tabakerhitzungsgeräte, E-Zigaretten mit Nachfüllflüssigkeiten sowie Nikotinprodukte zum oralen Gebrauch. Die Behörde erklärte, dass diese Produkte weiterhin Dämpfe, Emissionen oder Aerosole erzeugen, Tabak und/oder Nikotin enthalten und eine Abhängigkeit hervorrufen können.

Diese Erkenntnis ergab sich aus einer Untersuchung, die vom italienischen Gesundheitsministerium veranlasst worden war.

Die Behörde erklärte: „Die im Rahmen der Inspektion und der Untersuchung gewonnenen Erkenntnisse deuten vielmehr darauf hin, dass eine geringere Schädlichkeit oder Unschädlichkeit dieser Produkte angesichts des aktuellen wissenschaftlichen und klinischen Kenntnisstands – auch hinsichtlich des Nikotingehalts – keineswegs nachgewiesen ist.“

Philip Morris Italia wurde aufgefordert, „innerhalb von sechzig Tagen nach Zustellung der Verfügung“ über die Maßnahmen zu berichten, die das Unternehmen ergriffen hat, um diese Praxis zu unterbinden.

Warum dies für die Schadensminderung von Bedeutung ist

Das Urteil fällt inmitten einer umfassenderen regulatorischen Debatte darüber, wie Regierungen über sicherere Nikotinprodukte sprechen sollten.

Aus den eigenen Informationen der FDA zum Thema öffentliche Gesundheit geht eindeutig hervor, dass Nikotin süchtig macht und dass kein Tabakprodukt sicher ist. Die Behörde unterscheidet jedoch zwischen der Sucht und den Hauptursachen für tabakbedingte Todesfälle und weist darauf hin, dass die größten Gesundheitsschäden von den Tausenden von Chemikalien im Tabak und im Tabakrauch ausgehen.

Die FDA hat zudem die Anordnungen zur Risikominderung erneuert, die es ermöglichen, bestimmte IQOS-Produkte in den USA mit Angaben zur reduzierten Exposition zu vermarkten, nachdem sie zu dem Schluss gekommen war, dass ein vollständiger Umstieg von Zigaretten auf IQOS die Exposition gegenüber schädlichen oder potenziell schädlichen Chemikalien erheblich verringern kann.

Im Januar 2025 genehmigte die FDA nach einer wissenschaftlichen Prüfung zudem 20 Nikotinbeutelprodukte der Marke ZYN und erklärte, dass die zugelassenen Produkte ein geringeres Risiko für Krebs und andere schwerwiegende Gesundheitsbeeinträchtigungen darstellten als Zigaretten und die meisten rauchfreien Tabakprodukte, da sie wesentlich geringere Mengen an schädlichen Inhaltsstoffen enthielten.

Die italienische Entscheidung vertritt einen wesentlich restriktiveren Standpunkt. Sie betrachtet Formulierungen im Stil von „rauchfrei“ als potenziell irreführend für Verbraucher, da diese als gesundheitsbezogene Angabe verstanden werden könnten, selbst wenn sie sich auf Produkte beziehen, bei denen keine Verbrennung stattfindet.

Ein Konflikt um das Verständnis der Verbraucher

Die Behörde wies zudem die Auffassung zurück, dass die Begriffe „rauchfrei“ oder „rauchlos“ allein deshalb gerechtfertigt seien, weil ähnliche Formulierungen in der Verordnung vorkommen.

In seiner Entscheidung unterschied das Gericht zwischen technischer Klassifizierung und Verbraucherwerbung. Eine von Fachleuten verwendete regulatorische Kategorie, so hieß es, könne nicht einfach in einen Marketing-Slogan für die breite Öffentlichkeit umgewandelt werden.

Das ist der zentrale Widerspruch. Aufsichtsbehörden wie die FDA erkennen zunehmend an, dass Nikotinprodukte unterschiedliche Risikostufen aufweisen. Die italienische Wettbewerbsbehörde hat nun entschieden, dass – zumindest in der kommerziellen Vermarktung – Werbeaussagen, die sich auf die Rauchfreiheit beziehen, die Verbraucher weiterhin irreführen können, sofern die gesundheitlichen Auswirkungen nicht nachgewiesen und klar erläutert werden.

Für eine Branche, deren Geschäftsmodell darauf ausgerichtet ist, Raucher von der Verbrennung wegzubringen, bedeutet dieses Urteil mehr als nur eine Geldstrafe. Es ist eine direkte Herausforderung für einen der zentralen Begriffe, mit denen der Übergang von Zigaretten zu Nikotinprodukten mit geringerem Risiko beschrieben wird.

Hinweis: Die Zitate wurden aus dem Italienischen übersetzt.

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