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Kommentar: Staatliche Unterstützung könnte der Schlüssel zum Ausstieg aus dem Dampfen sein

  • Das englische „Swap to Stop“-Programm wurde mit einem Anstieg der Aufhörversuche mit Hilfe von Wasserpfeifen in Verbindung gebracht
  • Im ersten Jahr wurden etwa 125.000 zusätzliche Versuche geschätzt
  • Forscher vermuten, dass die Unterstützung der Regierung die Wahrnehmung und das Verhalten beeinflussen kann
  • Das Programm kann sowohl als praktische Maßnahme als auch als Signal dienen, dass das Dampfen eine glaubwürdige Hilfe zum Aufhören ist

Ein von der Regierung unterstütztes Programm, das kostenlose Vapes anbietet, könnte nicht nur den Zugang zum Rauchen verbessern, sondern auch die Art und Weise verändern, wie Raucher über das Aufhören denken, so ein neuer Kommentar.

Die Analyse, die online in der Zeitschrift Addiction veröffentlicht wurde, befasst sich mit ersten Erkenntnissen aus dem englischen Programm „Swap to Stop“ und argumentiert, dass die staatliche Unterstützung selbst eine wichtige Triebkraft für Verhaltensänderungen sein kann.

„Das englische Programm Swap to Stop wurde mit einer Zunahme der durch Dampfen unterstützten Entwöhnungsversuche in Verbindung gebracht“, schreibt der Autor und fügt hinzu, dass „die institutionelle Unterstützung die Risikowahrnehmung und die Entscheidung für die Entwöhnung beeinflussen kann“.

Eine messbare Veränderung des Aufhörverhaltens

Der Kommentar hebt die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Studie hervor, die zeigt, dass die Einführung des nationalen Systems mit einem anhaltenden Anstieg der Raucher verbunden war, die Vapes benutzen, um mit dem Rauchen aufzuhören.

Das Programm „war mit einem anhaltenden Anstieg des Anteils der Raucher, die im vergangenen Jahr mit dem Rauchen aufgehört haben, um 1,5 Prozentpunkte verbunden“, heißt es in der Studie.

Das entspricht „ungefähr 125 000 zusätzlichen Aufhörversuchen mit Hilfe von Wasserpfeifen im ersten Jahr“.

Die Forscher sagen, dass dies auf „den potenziellen Nutzen für die öffentliche Gesundheit hinweist, der sich aus der verstärkten Nutzung einer evidenzbasierten Entwöhnungshilfe ergibt.“

Mehr als nur Zugang

Aber der Kommentar argumentiert, dass die Auswirkungen über die bloße Ausgabe von Geräten hinausgehen könnten.

„Eine mögliche Erklärung ist, dass Swap to Stop nicht nur als materielle Intervention funktioniert, sondern auch als ein Signal institutioneller Unterstützung“, heißt es.

Dies könnte in einer Landschaft von Bedeutung sein, in der viele Raucher über die relativen Risiken des Dampfens unsicher sind. „Die Wahrnehmung der Gefahren von E-Zigaretten im Vergleich zu brennbaren Zigaretten hat sich in England seit 2014 verschlechtert“, heißt es in dem Papier. Viele Raucher glauben nun, dass Dampfen „genauso schädlich oder schädlicher ist als Rauchen“.

Diese Überzeugungen, so heißt es in der Studie, sind „mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit verbunden, das Dampfen bei Aufhörversuchen zu nutzen“.

Ein Signal des Staates

Da das Programm von vertrauenswürdigen Gesundheitssystemen durchgeführt wird, kann es dazu beitragen, diese Wahrnehmung zu ändern.

„Die Bereitstellung durch den nationalen Gesundheitsdienst und kommunale Dienste könnte die Glaubwürdigkeit des Dampfens als Entwöhnungsmethode erhöhen und damit die Verhaltensentscheidungen beeinflussen“, heißt es in dem Kommentar.

Er fügt hinzu, dass das Programm auf zwei Ebenen funktionieren könnte, „sowohl als klinische Intervention durch die Verteilung von Geräten als auch als symbolische Intervention, die die institutionelle Zustimmung zum Dampfen als Entwöhnungshilfe kommuniziert“.

Weiterreichende politische Implikationen

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Signale der Regierung – nicht nur Vorschriften – die Art und Weise beeinflussen können, wie Menschen versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören.

„Es ist bekannt, dass politische Signale das Verhalten im Zusammenhang mit dem Tabakkonsum beeinflussen“, heißt es in dem Papier, und es wird darauf hingewiesen, dass große Interventionen oft „schnelle Verhaltensreaktionen“ auslösen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Maßnahmen zur Tabakkontrolle fördert das Swap to Stop-Programm „eher die Substitution als die Einschränkung“ und „operationalisiert die Schadensbegrenzung im Rahmen der nationalen Tabakkontrollstrategie Englands.“

Frühe Beweise, aber wichtige Fragen

Der Autor gibt zu bedenken, dass die Ergebnisse eher eine Assoziation als einen Beweis für die Ursache darstellen.

„Die Ergebnisse sollten eher als Hinweis auf einen zeitlichen Zusammenhang denn auf eine endgültige Ursache interpretiert werden“, heißt es in dem Kommentar.

Er argumentiert jedoch, dass die potenzielle Rolle der staatlichen Unterstützung bei der Gestaltung des Verhaltens „eine explizite Untersuchung rechtfertigt“, insbesondere in einem Politikbereich, in dem das öffentliche Verständnis nach wie vor umstritten ist.

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