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Spanien will Vertriebswege für Vapes und Nikotinbeutel straffen

Die beiden wichtigsten politischen Parteien Spaniens haben eine seltene Einigung erzielt, um den Verkauf von Vaporisatoren und Nikotinbeuteln zu beschränken und damit die Kontrolle über den Zugang und den Vertrieb zu verschärfen.

Die Volkspartei (PP) und die Sozialistische Partei (PSOE) unterstützten einen nicht bindenden Antrag in der gemeinsamen Kommission von Kongress und Senat zur Untersuchung von Suchtproblemen, in dem gefordert wird, den Verkauf dieser Produkte auf zugelassene und kontrollierte Kanäle wie Tabakläden und Fachgeschäfte zu beschränken.

Der Vorschlag wurde mit 33 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung angenommen.

Der Verkauf soll auf kontrollierte Verkaufsstellen beschränkt werden

Der Antrag sieht vor, dass Vapes, Nikotinbeutel und ähnliche Produkte nicht mehr im allgemeinen Einzelhandel oder auf Online-Plattformen ohne wirksame Altersverifikation erhältlich sind.

Stattdessen würden sich die Verkäufe auf Umgebungen konzentrieren, in denen Altersbeschränkungen sowie Gesundheits-, Steuer- und Umweltauflagen eingehalten werden. Dies würde allgemeine Einzelhändler, Basare und viele Online-Verkäufer effektiv ausschließen.

Die Einigung folgt auf einen ungewöhnlichen Moment der Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien. Der Vorschlag wurde zunächst von der Sozialistischen Fraktion eingebracht und später im Einvernehmen mit der Volkspartei geändert.

Fokus auf Jugendschutz und Aufsicht

Das erklärte Ziel des Vorschlags ist es, den Schutz von Minderjährigen und jungen Menschen zu stärken und gleichzeitig Lücken in der derzeitigen Regulierung des Marktes zu schließen.

Obwohl der Verkauf bereits auf Erwachsene beschränkt ist, hebt der Bericht die Besorgnis darüber hervor, wie leicht Jugendliche immer noch an diese Produkte gelangen können.

Der Antrag legt auch Wert auf die Verbesserung der Rückverfolgbarkeit und der Aufsicht, insbesondere in Bezug auf importierte Produkte, die möglicherweise nicht den Gesundheits- oder Steuerstandards entsprechen.

Lücke im bestehenden Gesetzentwurf

Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Spaniens Anti-Tabak-Gesetzentwurf noch in der Beratung ist.

Dieser Entwurf enthält Maßnahmen wie das Verbot für Minderjährige, zu rauchen oder zu dampfen, und zieht finanzielle Strafen für Eltern oder Erziehungsberechtigte in Betracht, sieht aber derzeit keine Kontrollen der Verkaufsstellen vor.

Der Vorschlag der Kommission zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem er sich direkt darauf konzentriert, wo und wie diese Produkte verkauft werden.

Breitere Debatte über die Rolle von rauchfreien Alternativen

Die Rolle der rauchfreien Alternativen bei der Unterstützung erwachsener Raucher bei der Raucherentwöhnung ist nach wie vor umstritten, wobei die Ansätze in den einzelnen Ländern unterschiedlich sind. Der Bericht stellt fest, dass einige Länder, darunter Großbritannien und Neuseeland, Vapes unter strengen regulatorischen Bedingungen in die öffentlichen Gesundheitsstrategien integriert haben.

Die Befürworter strengerer Verkaufskanäle argumentieren, dass die Beschränkung der Verfügbarkeit auf klar definierte Umgebungen nur für Erwachsene es schwieriger macht, dass die Produkte bei jüngeren Menschen zur Normalität werden.

Im Gegensatz dazu wird eine breitere Verfügbarkeit im Einzelhandel oder im Internet als ein erhöhtes Risiko für Impulskäufe und eine Verringerung der effektiven Zugangskontrollen angesehen.

Besorgnis über das Wachstum des illegalen Marktes

Der Vorschlag steht auch im Zusammenhang mit der wachsenden Besorgnis über die Ausbreitung des illegalen Vape-Marktes in Europa. Jüngste Studien, die in dem Bericht zitiert werden, weisen auf den Zustrom illegaler Geräte hin, von denen viele aus Asien stammen und die nicht den EU-Gesundheits- oder Steuerbestimmungen entsprechen.

Diese Produkte können den zulässigen Nikotingehalt überschreiten, falsch etikettiert sein oder nicht deklarierte Bestandteile enthalten, während sie der steuerlichen Kontrolle weitgehend entgehen.

Frankreich wird als eines der am stärksten betroffenen Länder hervorgehoben, in dem der illegale Handel mehr als 40 Prozent des Verbrauchs ausmacht und zu erheblichen jährlichen Steuerausfällen führt.

In den Niederlanden wurde in einem Bericht für das Gesundheitsministerium festgestellt, dass die große Mehrheit der Menschen, die dampfen, Produkte verwenden, die über nicht autorisierte Kanäle bezogen wurden. Die Behörden dort erwägen weitere Maßnahmen, um das Problem anzugehen, einschließlich Beschränkungen für die Lagerung.

Der niederländische Staatsrat hat jedoch davor gewarnt, dass ein zu strenger Ansatz dazu führen könnte, dass mehr Verkäufe in unregulierte Märkte abgedrängt werden.

Nächste Schritte

Als unverbindlicher Antrag ändert der Vorschlag nicht sofort das Gesetz, sondern signalisiert politische Unterstützung für eine strengere Kontrolle des Verkaufs von Vapes und Nikotinbeuteln.

Sie trägt auch zu einer breiteren europäischen Debatte darüber bei, wie Jugendschutz, Marktregulierung und die Rolle rauchfreier Alternativen am besten ausbalanciert werden können.

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